erstellt am: 09.04.2008URL: http://www.rp-online.de/public/article/regional/niederrheinsued/krefeld/nachrichten/krefeld/553552
Krefeld
Für Beuys-Block fehlen 1,5 Millionen
Für die Stadt Krefeld wird es schwierig, den Beuys-Block in Krefeld zu halten. Nach RP-Informationen hat die Kunstsammlerin Helga Lauffs, die ihre Sammlung aus dem Kaiser-Wilhelm-Museum abzieht, den Beuys-Block schätzen lassen. Danach hat er einen Wert von 7,5 Millionen Euro. Nach Informationen unserer Zeitung ist Helga Lauffs bereit, den Block für 4,5 Millionen Euro der Stadt zu überlassen. Das Land soll signalisiert haben, drei Millionen Euro beizusteuern, die übrigen 1,5 Millionen müssten von der Stadt kommen. Das aber wird für die Kommune schwierig, da sie auf Grund ihrer Schulden ein Haushaltssicherungskonzept hat.
Der Beuys-Block ist eines der prominentesten Werke des Künstlers. Fester Bestandteil ist die Installation Barraque D'Dull Odde" aus den Jahren 1961 bis 1967, der Arbeitsplatz eines Wissenschaftlers / Künstlers". Das Schlüsselwerk - einst Beuys' eigener Arbeitsplatz in seinem Atelier in Düsseldorf - besteht aus einem hohen Doppelregal mit Pult und Sitzge legenheit. In diesem Regal hatte Beuys vieles von dem versammelt, was er für seine Aktionen benötigte. Die Sammlung Lauffs hatte das Werk 1971 erworben. Sechs Jahre später kaufte sie eine weitere Arbeit von Beuys, den Fond IV/4", einen langgezogenen Tisch aus Filz-, Eisen- und Kupferplatten. Der Krefeider Beuys baute dann die Barraque im Museum ab und an anderer Stelle wieder auf. Dabei vereinte er sie mit einer Anzahl seiner Werke, die dem KWM gehören. Kann Krefeld das Geld für den Kauf des Beuys-Blocks nicht aufbringen, würde ein großes Vermächtnis von Beuys zerstört.